WARUM SICH FITNESS-EINRICHTUNGEN MIT QUANTIFIED SELF UND DEM INTERNET BESCHÄFTIGEN MÜSSEN

Digitale Technologien sind nicht immer einfach zu verstehen und sie verändern sich so schnell, dass es manchmal schwierig ist mitzuhalten. Eigentümer und Manager von Studios und Clubs müssen keine IT Experten sein, wenn es um digitale Neuerungen geht, aber es ist empfehlenswert, die Basics zu kennen. Denn wenn Trainierende digitale Technologien nutzen, erwarten sie das auch von ihren Fitnessclubs.

Was ist Quantified Self und warum ist es wichtig?

Im Kern ist Quantfied Self eine Bewegung, die Technologien einsetzt, um Daten über das tägliche Leben einer Person zu gewinnen und diese nutzt, um das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Die Idee kam mit der steigenden Relevanz von tragbaren Tracking-Geräten wie Fitbits und Fitness-Apps auf.

"Als Clubbesitzer denken Sie darüber nach, wie Sie Kunden beim Trainieren optimal unterstützen können, je mehr Sie über ihre Aktivitäten/Verhaltensweisen wissen", so Amad Amin, Produktdirektor für digitale Erfahrung bei Life Fitness. "Clubs könnten den Mitgliedern erklären, was Daten bedeuten und wie sich daraus Trainingsziele ableiten lassen. Es geht aber viel mehr darum, den Trainierenden besser zu verstehen, seinen Zeitplan, seine Aktivitäten und seine Trainingseinheiten außerhalb des Fitnessstudios zu kennen. Clubs können ihren Mitgliedern bei der Entscheidung helfen, wie ihr optimaler Trainingsplan auszusehen hat, ohne dass diese darüber nachdenken müssen.“

Tragbare Tracking-Geräte informieren Trainierende über ihr Aktivitätsniveau und helfen ihnen dabei, ihren Trainingsstand zu erkennen, um ihre Trainingseinheiten dadurch optimaler gestalten zu können. Das System um Halo.Fitness synchronisiert mobile Endgeräte nahtlos mit Cardiogeräten. Dies ermöglicht dem Clubbesitzer, sich mit Mitgliedern in einer Art und Weise zu „connecten“, welche vor ein paar Jahren noch unvorstellbar schien.

"Mit der rasanten Entwicklung von mobilen Tech- und Smartwatches sammelt und erfasst eine große Anzahl von Verbrauchern routinemäßig ihre Gesundheits- und Fitnessdaten", erklärt Leon Rudge, der Digital Experience Director für Life Fitness in Europa. "Dies ist sehr wichtig für Clubbesitzer, da es eine großartige Möglichkeit ist, sich mit neuen Mitglieder zu verbinden, mit ihnen zu kommunizieren und sie zu werben. Es ist zudem eine tolle Möglichkeit, sich mit den 54% der Mitglieder zu „connecten“, welche bereits mobile Anwendungen nutzen"

Wie sich das Internet der Dinge auf Gesundheitsclubs auswirkt

Grundlegend bietet das Internet der Dinge (IdD) die Möglichkeit elektronische Geräte mit dem Internet zu verbinden, was die Übertragung von Daten und Informationen ermöglicht und somit die Grundlage für ein weiteres Wachstum des Quantfied Self in der Fitnessbranche darstellt.

IdD existiert in alltäglichen Aspekten des Lebens wie zum Beispiel dem „Nest Thermostat“, welches von einem Smartphone gesteuert werden kann; oder „Amazons Alexa“, mit dem man z.B. Musik abspielen, das Wetter überprüfen und natürlich bei Amazon mit einfachen Sprachbefehlen bestellen kann.

"Der Grund, warum Alexa beliebt ist, liegt nicht darin, dass man damit sprechen kann, sondern darin, dass es eine direkte Verbindung mit der Amazon-Plattform darstellt", erklärt Amin. "Fitnesseinrichtungen sollten anfangen, über die Anwendungen nachzudenken, die sie jeden Tag sehen und wie Software manuelle Prozesse automatisieren kann - wir wollen Dinge automatisieren, die früher manuell waren."

Dies gilt besonders für Fitnessgeräte. Vor nicht allzu langer Zeit mussten die Einrichtungen gewünschte Informationen von jedem Cardio-Gerät manuell herunterladen, wenn sie die nutzerbezogenen Daten abrufen wollten. Manager würden nicht wissen, ob ein Laufband oder ein Crosstrainer nicht richtig funktioniert, es sei denn, ein Mitglied sagt es ihnen.

Nun, da die Geräte mit dem Internet verbunden sind, ist es einfach, Nutzungsinformationen zu erhalten, Einstellungen zu ändern, Software usw. online zu aktualisieren. Die Halo Heat Map ist ein gutes Beispiel dafür, sie veranschaulicht Nutzungsinformationen des gesamten Cardio-Bereiches und ermöglicht es über detailiierte Einblicke in die Nutzungsstatistiken der einzelnen Geräte Geräterotationen zu planen, informierte Kaufentscheidungen zu treffen und den Personaleinsatz mit den tatsächlichen Nutzungszeiten der Mitglieder zu synchronisieren. 

Die Halo Heat Map bietet detaillierte Nutzungsinformationen.

Ein weiteres Beispiel ist der proaktive LFconnect Protect-Dienst, mit dem Geräte von Service-Experten von Life Fitness fernüberwacht werden können. Ungewöhnliche Nutzungseinbrüche und andere Parameter ermöglichen es, Probleme zu korrigieren, bevor der Club überhaupt weiß, dass diese existieren. Sowohl Heat Map als auch LFconnect Protect sind aufgrund des Internets der Dinge (IdD) möglich.

Die Vernetzung reduziert Risiken für Eigentümer und ermöglicht es Ihnen, Ihre Anlagen besser zu betreiben", sagt Amin. "Wir versuchen, die manuellen Schritte auf das Wesentliche zu reduzieren. "

Rudge: "IdD bietet eine großartige Möglichkeit, intelligente und persönliche Erfahrungen für Mitglieder zu schaffen. IdD verfügt über ein unglaubliches Datenaufkommen, welches es Clubbesitzern ermöglicht, neue und bestehende Angebote zu testen und zu verfolgen, sowie ihre aktuellen Geschäftsprozesse zu optimieren. Es hat für Unternehmen keine bessere Zeit gegeben, auf so evidente Art und Weise zu handeln und Entscheidungen zu treffen. IdD hilft, Risiken durch Ungewissheit zu vermeiden. "